Bundes- und landesweiter Erfolg für Lernende der Mildred-Harnack-Schule

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Siegerehrung am 02.06.2023 im Roten Rathaus (v.l.n.r.): Alexander Tikhonov (11.1), Herr Kratz, Alisa Corobetca, Evelyn Illi, Vivien Nguyen (alle JG 12), Philipp Wernemann (Mitglied der Berliner Landesjury), Melanie Hinder, Katharina Reisch (beide JG 12) und Grit Orgis (Leitung des Referats für europäische und internationale Angelegenheiten im Senat für Bildung, Jugend und Familie).

In diesem Schuljahr nahmen die Kunstkurse des Leistungskurs 12 und Basiskurs 11 unter der Leitung von Herrn Kratz im Rahmen des Unterrichts am sogenannten europäischen Wettbewerb teil. Der europäische Wettbewerb ist der älteste Schüler:innen-Wettbewerb Deutschlands. Er existiert bereits seit 1953 und feierte in diesem Jahr seine 70. Auflage. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Auswärtigen Amt, der Kultusministerkonferenz, dem Bundeskanzler und dem Bundepräsidenten unterstützt. Er stellt einen zentralen Aspekt der europapolitischen Schulbildung dar, die auch in den Rahmenlehrplänen des Bundeslandes Berlin fest verankert ist.

Die Lernenden können sich bei diesem Wettbewerb in unterschiedlichen Themen und Aufgaben jeweils altersbezogen mit einem Jahresthema auseinandersetzen und somit die Europäische Union konkret erforschen, erfahren und sich dazu ausdrücken. Die eingereichten Arbeiten können mediale, bildnerische oder auch literarische Werke sein, was zu einer Kompatibilität mit vielen Schulfächern führen kann.

Am 70. Wettbewerb mit dem Thema „Europäisch gleich bunt“ nahmen 68.699 Personen aus 1.133 Schulen aus ganz Deutschland teil. Nachdem die Landesjurys die eingereichten Arbeiten begutachtet hatte wurden die Landessieger:innen auf die Bundesebene weitergereicht. Dort kamen 18 Juror:innen aus dem Bundesgebiet zusammen und prämierten aus rund 1.700 Arbeiten die besten Einsendungen. Von unserer Schule wurden sieben Werke auf Landesebene eingereicht, wovon vier zu den besten 1.700 aus knapp 50.000 Arbeiten auf Bundesebene weitergereicht wurden. Besonders erfreulich ist, dass eine Arbeit unserer Schule dann auch mit einem Bundespreis ausgezeichnet wurde.

Der Basiskurs 11 bettete den Wettbewerb in eine Reihe um dreidimensionales Gestalten ein. Die Lernenden sollten in Gruppen ein Unterthema wählen und dieses in einer freigewählten Arbeitsweise dreidimensional darstellen. Hierbei sind tolle Arbeiten entstanden, die einerseits einen europäischen Baum zeigen, dessen Wurzeln weit reichen aber in einer gemeinsamen Krone erblühen, oder andererseits die griechische Mythologie aufgreifen und Europa im Namensursprung untersuchen. Die letztere Arbeit kam von Alexander Tikhonov aus der Klasse 11.1 und wurde mit einem Landespreis von der Berliner Jury ausgezeichnet.

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Im Leistungskurs 12 bearbeiteten die Lernenden das Thema Typografie. Auch hier durften die Lernenden in Gruppen arbeiten und sich ein Unterthema altersbezogen aussuchen. Die einzige Vorgabe war, dass ein klar gestaltetes, typografisches Element enthalten sein muss. Erfreulicherweise fiel die Vorauswahl zur Weiterreichung auf Landesebene bereits schwer. Die Kolleginnen Frau Köhler und Frau Schulte-Fischedick unterstützen Herrn Kratz hierbei. Grundsätzlich waren die Tiefe der Auseinandersetzung und die Vielfalt der Herangehensweisen bewundernswert und förderten eine bunte Palette an europabezogenen Werken zutage.

Evelyn Illi und Vivien Nguyen erstellten beispielsweise ein dreidimensionales Plakat mit einer Hydra, einem mythologischen Ungeheuer. Wenn diesem Ungeheuer ein Kopf abgeschlagen wird, wachsen sofort zwei Köpfe nach. Die Hydra kann nur erlegt werden, indem das Herz getroffen wird – also das Übel im Kern erstickt wird. Evelyn und Vivien nahmen diese Kreatur zum Anlass um das Modul „Motiviere deine Mitlernenden zu politischer Teilhabe“ zu bearbeiten. Die Hydra zeigt in ihren Köpfen jeweils Politiker:innen Europas, die mit ihrer Politik gegen die Europäische Union arbeiten. Im Vordergrund steht die Silhouette einer kleinen Person, bewaffnet mit Schwert und Schild, die vor dieser mächtigen Hydra, die aus Pappmaché geformt aus dem Plakat „herauskommt“, bereitsteht. Die Rückenfigur fördert hier die Identifikation der Betrachtenden mit eben dieser Figur. Der typografische Schriftzug „Our Future? – You decide!“ fordert die Betrachtenden auf sich dem Gedanken zu stellen, ob das die Zukunft Europas sein soll – eine Hydra, die gegen grenzübergreifenden Zusammenhalt und für Fremdenhass steht.

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Melanie Hinder und Katharina Reisch bearbeitet auch dieses Modul, jedoch mit einem gänzlich anderen Ansatz. In einer perspektivischen Malerei zeigen sie die „Straße in ein leuchtendes Europa“, die von allen gemeinsam gebaut, geformt und stetig repariert werden muss. Die strahlende Zukunft wird durch die leuchtenden Europasterne dargestellt und die Flaggen am Wegesrand zeigen die Beteiligung aller EU-Länder. Kleine Details, wie eine schwangere Person oder auch eine Regenbogenflagge zeigen die Diversität auf, die Europa bunt macht. Mit dem Schriftzug „Be the change you want so see!“ werden die Betrachtenden hier eingeladen die Straße mitzugestalten und Europa so in eine leuchtende Zukunft zu führen. Melanie und Katharina, als auch Evelyn und Vivien wurden als Duos jeweils mit einem Landespreis für ihre Arbeiten ausgezeichnet.

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Alisa Corobetca befasste sich in ihrer Arbeit mit dem Sonderthema „Sehnsucht Frieden“, welches die Europäische Union als Friedensnobelpreisträgerin thematisiert. Alisa wählte jedoch den Ansatz der Kritik und erstellte eine Malerei, die die EU als ein Karussell zeigt, welches leuchtet und glänzt. Dieses Karussell muss jedoch auch angetrieben werden. Dies wird durch die Zahnräder darunter gezeigt, welche jeweils für die einzelnen Länder stehen, die in Zusammenarbeit das System EU schultern. In dem Werk wird dieses System jedoch von einem Hammer bewusst angegriffen, welcher in russischen Flaggenfarben gestaltet ist. Der typografische Schriftzug im Hintergrund fragt, ob die EU eine „Ruzzian World?“ wird. Die bewusste Schreibweise mit „zz“ ist ein direkter Hinweis auf den aktuell herrschenden Angriffskrieg. Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie die Folgen des Krieges die EU direkt betreffen und kritisiert die zurückhaltende Haltung der EU gegenüber dem Aggressor.

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Neben den Preisträger:innen haben jedoch auch die anderen Lernenden der Kurse an dem Wettbewerb teilgenommen. Auch wenn ihre Arbeiten nicht durch die Vorauswahl weitergereicht wurden oder auf Landesebene verblieben sind, sind deren Engagement und die Auseinandersetzung mit den europapolitischen Themen bemerkenswert.

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Ich bedanke mich als betreuende Lehrkraft ganz herzlich bei allen Lernenden,

da Sie mit so einer Begeisterung und Hingabe dabei waren. Der europäische Gedanke von Solidarität und Zusammenhalt lebt in und durch die Schülerinnen und Schüler.“

Herr Kratz, betreuende Lehrkraft

 

„Um ein geeintes Europa muss immer wieder gerungen werden und es muss auch immer wieder mit Leben gefüllt werden. Genau das habt ihr gemacht, liebe Schülerinnen und Schüler“

Marly Barry, Berliner Beauftragte des Europäischen Wettbewerbs

bei der Preisverleihung im Roten Rathaus am 02.06.2023

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Im nächsten Jahr geht der europäische Wettbewerb in die nächste Runde. Unter dem Jahresthema „Europa (un)limited“ werden Grenzen im thematischen Fokus stehen. Weitere Ergebnisse der diesjährigen Wettbewerbsrunde finden Sie unter folgenden Links:

 

Website Europäischer Wettbewerb: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/aktuelles/

 

Best-Of-Film: https://www.youtube.com/watch?v=y9GliFO9FZM

(Mit den Arbeiten von Melanie, Katharina und Alexander)

 

Ausstellung im Tempelmuseum Etsdorf: https://www.tempel-museum.de/sonderausstellung/aktuell/detail-1?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=238&cHash=39499ddb3d7939bbe8ba7f656c4696f7

(Mit der Arbeit von Evelyn und Vivien)

 

Instagramkanal des Fachbereich Kunst: https://www.instagram.com/arts.mildred/

 

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