Vorstellung aller Projekte für den 15.2.2019

Liebe Schülerinnen und Schüler,

 

im Folgenden findet ihr die diesjährigen Projektangebote zum Mildred-Harnack-Gedenktag.

Bitte informiert euch entweder hier oder auch in euren Kerngruppen bzw. Kursen über die für eure Klassenstufen wählbaren Projekte. Merkt euch auch die Kennzahlen der Projekte für eure Wünsche.

Bitte beachtet, dass dieses Jahr in den Kerngruppen / Kursen Wahllisten ausgefüllt werden. Wahl und Teilnahme sind verpflichtend.

Bis zu drei Projektwünsche können angegeben werden. Wir bemühen uns darum diese auch zu erfüllen, können aber keine Garantien geben.

Inhaber von Berlin-Pässen denken bitte daran dies auch zusammen mit der Passnummer anzugeben. Ansonsten kann eine Kostenübernahme organisatorisch nicht bewerkstelligt werden.

 

Viel Erfolg und Spaß


Kennzahl 1: Spurensuche-Workshop im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt

 

Klassenstufen:                     7-8

durchführende Lehrer:     Fr. Jähnichen, Fr. Fath

Ort:                                        Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Rosenthaler Straße 39

Zeit:                                       Beginn 10:00

Anzahl max.:                        30

 

Das Anliegen unserer „Spurensuche“ ist es, Kindern einen altersgerechten Zugang zum Thema Juden und Judentum in Deutschland vor und während der Shoah zu bieten. Dazu gehört es, Grundkenntnisse über Judentum, jüdische Religion, Kultur und Tradition zu vermitteln, um Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zur eigenen Lebenswelt zu erkennen und zu verstehen.

An Hand von biographischem Lernen wollen wir die Geschichte Berlins zwischen 1933 und 1945 näher bringen. Die „Spurensuche“ soll einen Spannungsbogen von der Vergangenheit zur Gegenwart erzeugen, um so Kinder für die Themen Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch Zivilcourage und Widerstand zu sensibilisieren.

Die Schüler/innen suchen in kleinen Teams mit Hilfe eines Umgebungsstadtplanes und Aufgabenkarten nach Spuren. Sie entdecken selbstständig die historischen Orte und Denkmale rund um das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und tauschen danach im Museum ihre Ergebnisse aus.


Kennzahl 2: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 1: Afrika – Kontinent der Vielfalt

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Rose, Erica Eken

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Afrika existiert in vielen Köpfen als Klischee. Die öffentliche Wahrnehmung wirddurch negative Schlagzeilen von Kriegen, Flüchtlingsströmen, Hungerkatastrophenund krasser Armut geprägt. Auch sprechen immer noch viele Menschen hier bei unsvon Afrika als „einem Land“ - und das bei einem Kontinent, der 3 x größer alsEuropa und dementsprechend vielfältig ist!

In diesem Workshop werdet ihr am Beispiel Kameruns ein afrikanisches Land inseiner Vielfalt – auch sprachlich – näher kennen lernen. Thematisiert werden inpraktischen Übungen Aspekte wie Alltag, Familie, Traditionen und Gebräuche,Schule, Freizeit und Zukunftswünsche junger Menschen – angeregt durchAnschauungsmaterial, Kurzfilme und Spiele

Kennzahl 3: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 2: Migration und Vielfalt

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Langbein, Virginia Hetze

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Seit vielen hundert Jahren ziehen Leute von Ort zu Ort.Wir wollen verstehen, warum man seine Heimat verlässt, und was das für dieVielfalt in der Welt bedeutet.

Anhand von Rollenspielen versetzen wir uns in die Perspektive von Migranten undMigrantinnen.

Kennzahl 4:„Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 3: Vielfalt und Lebensweisen der Völker Indonesiens

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Hasselmann, Christian Offer

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Erlebe den Alltag in Indonesien durch original Filme, Erfahrungsberichte undAnschauungsobjekte. Erkenne, welchen Schwierigkeiten sich die Menschen inZeiten von rapiden gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen ausgesetztsehen und wie sie darauf reagieren. Probiere selbst einige Techniken derJahrhunderte alten Kulturen aus. Ein bunter Workshop, der nur mit Verständnis undToleranz zu haben ist.

Herstellung eines Modells eines Langhauses aus Borneo.

Kennzahl 5: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 4: Was bedeutet kulturelle Vielfalt eigentlich genau?

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Grzesikowski, FlaureNgamou

Ort:                                        Schule, B 104

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

An den Beispielen von Kamerun und Deutschland wollen wir dieser Frage auf denGrund gehen.Neben Gesprächen, Diskussionen und Anschauungsmaterial aus Kamerun wird eseine Kostprobe von Lebensmitteln und Gerichten aus Kamerun geben.

Kennzahl 6: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 5: Religiöse Vielfalt in Indonesien

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Schulte-Fischedick, KetutWarsini

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Indonesien ist das Land mit der größten islamischen Bevölkerung. Hier leben etwa265 Millionen Muslime – 87 % der Bevölkerung – in Eintracht mit Andersgläubigenzusammen. Die Toleranz wird auch staatlich gefördert, indem einReligionsministerium für die Gleichbehandlung der Religionen sorgt und sich imForum für religiöse Harmonie die religiösen Führer darum bemühen, vorbeugendKonflikte zu vermeiden.

Auf der Insel Bali bekennt sich nur eine kleine Minderheit zum Islam, weil hier dieMehrheit der Bewohnerinnen Hindus sind. Wie funktioniert das Zusammenleben?Welche Probleme gibt es und wie werden sie gelöst? Wie geht man dort mitintoleranten Personen und Gruppen um?

Mithilfe von Gesprächen, Rollenspielen und einem Quiz suchen wir Antworten aufdiese Fragen. Es wird auch ein Fest mit Deko und Verkostung vorbereitet.

Kennzahl 7: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 6: Kinderalltag in Nigeria

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Bernitzke, Jon Jahamars

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Wie gestalten die Kinder ihren Alltag – Verantwortung, Beziehung zu den Eltern, Schulbesuch, Spielen, Beziehung zur Umwelt, ihr Umfeld, Respekt und Interaktion mit ihren Geschwistern und Peer Gruppen, Lernen und Lernmethoden.

Spielen und Lernen durch Spiel: es werden unterschiedliche Afrikanische Spiele vorgestellt. Dabei wird auf die Spielmaterialen geachtet.

Eine Diskussion über Recycling und Spielzeuge aus Recycling-Material.

Basteln aus Recycling-Materialen

Kennzahl 8: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 7: Gemeinsam sind wir stark – Toleranz in Ghana

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Hr. Niendorf, Marc Asamoah

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Hier geht es um Zusammenhalt, Kultur und Toleranz in der ghanaischen Gesellschaftund Familie.

Wie sich ein toleranter Umgang miteinander im Alltag Ghanas gestaltet wird derReferent aus Ghana anschaulich darlegen.

Zudem gibt es Rollenspiele und Trommelmusik.

Kennzahl 9: „Globales Lernen in der Schule“ – Workshop 8: Die Reise von Don Tomate – Mexico und seine Grenzen

 

Klassenstufen:                     7-9

durchführende Lehrer:     Fr. Schmidt, Marc Asamoah

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Am Beispiel der Flucht einer mexikanischen Familie begeben wir uns auf eine Reisevoller Gefahren und der Suche nach neuen Perspektiven.

Ausserdem bereiten wir Quesadilla mit Guacamole Tex-Mex Art zu.

Kennzahl 10: Führung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

 

Klassenstufen:                     7-10

durchführende Lehrer:     Fr. Balacheva, Fr. Riedel

Ort:                                        Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Zeit:                                       Beginn 10:00

Kosten:                                 3 €

Anzahl max.:                        20

 

Unsere Führungen sind dialogisch gestaltet und bieten Raum für persönliche Eindrücke. Die Referenten fördern den Austausch von Erfahrungen und die Entwicklung eines individuellen Zugangs zum Thema. Zu Beginn der Führungen erkunden die Schüler das Stelenfeld. Die Teilnehmer setzen sich mit der öffentlichen Debatte um das Holocaust-Denkmal auseinander und lernen dabei die wichtigsten Standpunkte und Argumente kennen. Fotos aus der Zeit der Weimarer Republik, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Teilung Berlins vermitteln einen lebendigen Eindruck über die Geschichte des heutigen Standorts. Mit diesem Wissen geht es in den unterirdisch gelegenen Ort der Information. Dort werden die Schüler vom Referenten in die zentralen Themen der Ausstellung eingeführt, bevor sie ihren eigenen Rundgang beginnen.

Kennzahl 11: In kulinarischer Vielfalt um die Welt

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Hoensch, Fr. Schulze

helfende Schüler:               David Chu, Maximilian Schulze

Ort:                                        Schule, Lernküche, A 103

Kosten:                                  3 € pro Person

Anzahl max.:                        15

 

In unserem Projekt wollen wir mit euch Fingerfood und Snacks aus verschiedenen Ländern kennenlernen. Wir sprechen über häufig genutzte und besondere Zutaten und lernen sie kennen. Jede Küche hat ihre Besonderheiten. Ihr recherchiert Rezepte, wo die verschiedenen Zutaten zu kaufen sind und wie teuer sie sind.

Mit uns setzt ihr dann eine Auswahl der Rezeptie praktisch um.

Bringt Rezepte eurer Familie, interessante Gewürze und Zutaten, sowie Freude am Kochen mit.

 

Eure Frau Schulze und Frau Hoensch

Kennzahl 12: Spielerische Vielfalt

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Palme, Fr. Gierke, Fr. Ortmann

Ort:                                        Schulklub

Zeitpunkt:                             10:30

Anzahl max.:                        30

 

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ – Friedrich Schiller Über die Ästhetische Erziehung des Menschen

Den Gedanken Friedrich von Schillers wollen wir uns zum Motto nehmen und euch zum menschlichen Spielen und menschlichen Lernen einladen.

Die Voraussetzung dafür ist, dass ihr gerne spielt und auch selber Gesellschaftsspiele mitbringt. Eure mitgebrachten Spiele sollt ihr euch gegenseitig vorstellen und beibringen und euch selber dabei besser als wahre Mit-Menschen kennenlernen.

Kennzahl 13: Wie die Vielfalt der Technik unsere Welt verändert

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Filippova, Fr. Maximova

helfende Schüler:               3-4 Oberstufenschüler können sich hier auch als Helfer melden und entsprechend bei der Wahl mit angeben

Ort:                                        Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Str. 9, 10963 Berlin

Kosten:                                  2 € pro Person

Anzahl max.:                        40

 

1982 gegründet, steht das Deutsche Technikmuseum in der langen Tradition zahlreicher technikhistorischer Sammlungen, die über 120 Jahre in Berlin beheimatet waren und deren Bestände hier teilweise eine neue Heimat fanden. Vieles wurde im 2. Weltkrieg zerstört oder verlagert.

Nahe dem Potsdamer Platz hat dieses technische Kulturforum seine unverwechselbare Lage: am Gleisdreieck auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs. Der große Museumspark mit Wind- und Wassermühlen, Schmiede sowie Brauerei ist eine Naturoase inmitten der Großstadt.

Die zeitgenössische Architektur des Neubaus für Schifffahrt und Luftfahrt fügt sich in das seit 1874 gewachsene historische Gelände zu einer spannungsvollen Einheit. Mit dem "Rosinenbomber" an der Fassade setzt der Erweiterungsbau einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.

Das Deutsche Technikmuseum vermittelt ein facettenreiches Spektrum von alter und neuer Technik und ihren vielseitigen Bezügen zur Kultur- und Alltagsgeschichte des Menschen. Mit seinen täglichen Vorführungen, Besucheraktivitäten und Führungen ist es ein interaktiver Lern- und Erlebnisort.

Eine umfangreiche, technikhistorische Bibliothek und das Historische Archiv ergänzen das Angebot.

Kennzahl 14: Besuch des Museums der Illusionen

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Gehrmann, Fr. Molwitz

Ort:                                        Museum der Illusionen, Karl-Liebknecht-Str. 9, 10178 Berlin

Beginn:                                  10 Uhr

Kosten:                                  6 € Eintritt

Anzahl max.:                        20

 

Vielfältige und sinnestäuschende Sichtweisen bietet dir die faszinierende Welt der Illusionen. Nichts ist wirklich so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.

„Bist du mutig genug für den Vortex Tunnel? Er wird dir vorgaukeln, dass die Welt sich um dich dreht. Sieh deinen Liebsten beim Schrumpfen und Wachsen in unserem Ames-Raum zu. Finde heraus, wie du deine Freunde austricksen kannst und ihnen vormachst, dass du fliegst oder an der Decke klebst – der umgekehrte Raum wartet auf dich.“

Ab 10 Uhr wirst du dein Gehirn im Museum der Illusionen mit optischen Täuschungen, Hologrammen, Spielen und vielem mehr auf die Probe stellen können.

„Täusche deine Augen und unterhalte dein Gehirn!“

Kennzahl 15: Spielend Russisch Lernen

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Kohn, Fr. Fischer

helfende Schüler:               LK Russisch 13

Ort:                                        Schule

Anzahl max.:                        25

 

„Spielend Russisch lernen“ ist ein Brettspiel, bei dem 2 Mannschaften gegeneinander antreten. Jede Mannschaft besteht aus 2 Spielern: einem Russischkönner und einem Spieler, der kein Russisch kann.

Es gewinnt die Mannschaft, die sich am besten und schnellsten russische Vokabeln / neue Wörter merken kann. Dabei darf der Russischkönner dem Nicht-Russischkönner helfen.

Kennzahl 16: Ein Volley für die Vielfalt! – Mildred-Harnack-Volleyball-Turnier

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Hr. Schüler, Hr. Ulbricht

Ort:                                        Schule, Große Turnhalle

Beginn:                                  9:00 Uhr

Anzahl max.:                        60

 

Habt ihr Lust euch zu bewegen und mit anderen gemeinsam Sport zu treiben?

Dann meldet euch an zum Mildred-Harnack-Volleyballturnier!

Die jahrgangsübergreifenden Teams werden zu Beginn des Turniers gewählt und zusammengestellt. Ausserdem überlegt ihr euch noch einen passenden Mannschaftsnamen.

Die Siegermannschaft darf sich ein Jahr lang rühmen, die Meister der Vielfalt zu sein.

Kennzahl 17: Queer Up

 

Klassenstufen:                     7-13

durchführende Lehrer:     Fr. Schnier

Ort:                                        Schule

Zeit:                                       Beginn 10:00

Anzahl max.:                        15

 

Das Projekt soll Ideen sammeln wie queeres (bilesbisch, schwul, trans, etc…) Leben in der Schule gelebt und vielleicht auch sichtbar gemacht werden kann.

Willkommen sin alle, die offen für mehr Offenheit sind – egal ob selbst queer oder nicht.

Es geht um Eure Wünsche und Ideen, denn es ist auch Eure Schule!

Kennzahl 18: Alle gleich? Alle anders? Alles gut? – Ein Projekttag zu Geschlechterbildern, Betroffenen von und couragiertem Handeln gegen Sexismus

 

Klassenstufen:                     8

durchführende Lehrer:     externer Workshopleiter, Fr. Mennicke

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Nach dem organisatorischen und spielerischen Einstieg in den Projekttag tauschen sich die Teilnehmenden über Vorstellungen von und Erwartungen an Frauen und Männer bzw. Weiblichkeit und Männlichkeit aus. In einem Quiz erfahren die Teilnehmenden, dass diese Vorstellungen und Erwartungen reale Konsequenzen hinsichtlich sozialer Ungleichbehandlung und materieller Ungleichheit nach sich ziehen. Zusammengefasst wird dies durch einen Kurzinput, in welchen manche Aspekte und Betroffenengruppen von Sexismus benannt werden. Die Wirkweise dieser Diskriminierungsform wird auf drei Ebenen (individuell, gesellschaftlich und institutionell) mit Hilfe von Beispielen erläutert.

Inwiefern sich die persönliche Sozialisation an Bildern von Weiblichkeit und Männlichkeit orientiert (hat) und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Gruppe vorliegen, wird durch eine Einzelarbeit mit anschließendem Austausch erarbeitet. Hierzu werden Fragen zur Vergangeheit, zur derzeitigen Lebenswelt und zu Zukunftsplänen gestellt und anschließend ausgewertet, insofern die einzelnen Menschen es preisgeben möchten.

Ein weiterer Aspekt von Sexismus ist die Diskriminierung aufgrund der nichtheterosexuellen
Orientierung. Dieses Thema wird mit einem Film aufgegriffen. Darin äußern sich junge Menschen über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit den Reaktionen von heterosexuellen Menschen, auf ihr Coming-out.

Über den Tag werden Folgen für Betroffene von Seximus gesammelt. Davon ausgehend wird nun das Eingreifen gegen sexistische Diskriminierung auf der individuellen Ebene ausprobiert. Hierzu dienen erlebte Situationen der Teilnehmenden oder mitgebrachte "typische" Alltagssituationen. Nicht nur am Tagesschaubild werden so den Folgen konkrete Handlungsmöglichkeiten entgegengesetzt.

Zum Schluss wird herausgearbeitet, dass Menschen damals wie heute für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen. Es werden Errungenschaften und Selbstorganisationen aus der Geschichte und neueren Zeit präsentiert. Die Teilnehmenden erfahren so, dass das, was heute selbstverständlich erscheint, oft hart erkämpft werden musste.

Abgeschlossen wird mit einer Tageszusammenfassung und Rückmeldungen zum Tag.

Kennzahl 19: Gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

 

Klassenstufen:                     nur 8 und 11

durchführende Lehrer:     Fr. Schurig, Fr. Weigt

Ort:                                        B 210 und B 312, sowie ein Computerkabinett A-Gebäude

Anzahl max.:                        2 x 10

 

Das Projekt hat die Thematisierung von Alltagsrassismus zum Ziel.

Wir wollen unbewusste Verhaltensmuster aufdecken und unsere Reaktionen und Gedanken in Worten, Bildern und Filmsequenzen zum Ausdruck bringen. Das Projekt bietet eine Plattform eigene Erlebnisse mit Alltagsrassismus sichtbar zu machen und zusammen Strategien zu entwickeln, sich dazu zu positionieren bzw. dagegen anzugehen.

Mit selbstgestalteten kleinen Videosequenzen, Fotostorys oder Geschichten und Interviews wollen wir in gemischten Tandemgruppen den Alltagsrassismus bewusst machen und Lösungen für Veränderungen verdeutlichen, sowie die kreativen Ergebnisse auf vielfältige Art und Weise präsentieren. Die Ergebnisse sollen eine Basis für weiterführende Projekte darstellen.

Kennzahl 20: „Ein neues Land – eine theaterpädagogische Annäherung“

 

Klassenstufen:                     8-10

durchführende Lehrer:     Fr. Lechner

Ort:                                        Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Zeit:                                       10 Uhr Beginn der Führung; 9:30 Treffpunkt am Museum

Kosten:                                  3,- € pro Person

Anzahl max.:                        15

 

Wie ist es, alles zurückzulassen und eine Reise in ein unbekanntes Land anzutreten?

Die GraphicNovel »Ein neues Land« von Shaun Tan befasst sich mit dem Neuanfang. Vor welche Herausforderungen stellt die Immigration einen Menschen? An wen wendet man sich? Welche Sprache wird gesprochen?

Die Schüler*innen werden an das Thema Fremd- und Vertrautsein mit theaterpädagogischen Methoden herangeführt. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Perspektive des Ankommens in einem neuen Land. Die Schüler*innen setzen sich mit der Situation von Menschen auseinander, die ihre Heimat – früher oder auch heute – verlassen haben oder verlassen mussten, und nun versuchen, ganz neu anzufangen.

Der Workshop beinhaltet den Besuch des Libeskind-Baus.

Kennzahl 21: Das wird man wohl noch sagen dürfen – Ein Projekttag zum couragierten Handeln gegen Diskriminierung, menschenverachtende Einstellungen und Neonazis

 

Klassenstufen:                     8-13

durchführende Lehrer:     externer Workshopleiter, Fr. Lenz

Ort:                                        Schule, B Gebäude

Zeit:                                       Beginn 9:00

Anzahl max.:                        20

 

Menschenverachtende Einstellungen und Diskriminierung sind - unbewusst oder bewusst– in der gesamten Gesellschaft verbreitet und haben für die von ihnen Betroffenen gravierende Folgen.

Im Projekttag wird zunächst der Zusammenhang zwischen Gruppen-Konstruktionen und Diskriminierung hergeleitet, um daran anknüpfend verschiedene menschenverachtende Einstellungen wie Rassismus, Sexismus und Homophobie zu thematisieren. Im Anschluss wird aufgezeigt, welche Folgen diese Einstellungen und Handlungen für die Betroffen haben, um schließlich gemeinsam mit den Teilnehmenden dagegen Handlungsmöglichkeiten im Alltag zu erarbeiten und erproben.

Danach beschäftigen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Gruppierungen und Neonazis, die diese menschenverachtenden Einstellungen ganz bewusst äußern, und lernen verschiedene gesellschaftswirksame Strategien erkennen, mit denen versucht wird, diese Weltanschauung in die Tat umzusetzen.

Abschließend lernen die Teilnehmenden verschiedene Organisationen und Initiativen kennen, die sich gegen menschenverachtende Einstellungen und Neonazis positionieren und werden motiviert Vergleichbares auch in ihrem Alltag umzusetzen.

Kennzahl 22: Eine wechselseitige Führung im Haus der Wannseekonferenz

 

Klassenstufen:                     9-10

durchführende Lehrer:     Fr. Weber, Fr. Selyanina

Ort:                                        Haus der Wannseekonferenz

Zeit:                                       Beginn 10:00

Anzahl max.:                        20

 

Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Hauses führt die Schüler in die Thematik der Ausstellung ein und erläutert die Arbeitsmethode. Die Schüler erhalten die Aufgabe, in einer Kleingruppe eine fünf- bis siebenminütige Führung in jeweils einem Raum der Ausstellung für ihre Mitschüler vorzubereiten. Sie können den Raum, mit dem sie sich beschäftigen, auswählen.

Als Hilfe für die Kleingruppenarbeit bekommen die Schüler einen Raumplan mit knappen Erläuterungen zum Inhalt der Ausstellung, einen sprachlich leicht verständlichen einführenden Text zu dem von ihnen gewählten Raum und ein Glossar. (Diese Materialien können der Schule vor dem Besuch zugeschickt werden.) Ziel der Vorbereitung einer eigenständigen Führung ist es nicht, den Mitschülern lediglich historische Fakten vermitteln zu können, sondern einen eigenen Zugang zu den Inhalten der Ausstellung zu finden und sich mit den Mitschülern darüber auszutauschen. Deswegen werden die Jugendlichen gebeten, ihren Mitschülern kurz zu erläutern, worum es in dem ausgewählten Raum geht und dann zwei bis drei Tafeln vorzustellen, die ihnen besonders wichtig sind. Während der Vorbereitungsphase geht die Betreuungsperson von Raum zu Raum und steht den Schülern beratend zur Seite.

Wenn die Schüler die Vorbereitung abgeschlossen haben, führen sie sich gegenseitig durch die von ihnen erarbeiteten Räume. Die Betreuungsperson begleitet diese Führung und stellt sicher, dass der Gesamtprozess von der Entrechtung und Ausgrenzung der Juden bis hin zu ihrer Ermordung deutlich wird, indem sie Inhalte der von den Schülern eventuell nicht gewählten Räume knapp referiert. Sie stellt auch den Raum der Wannsee-Konferenz vor und erläutert den historischen Kontext der Konferenz und ihre Bedeutung.

 

S-Bahn 1 oder S-Bahn 7 oder RegionalExpress (Deutsche Bahn) bis Bahnhof Berlin-Wannsee, dann von der gegenüberliegenden Straßenseite mit dem Bus 114 ("Heckeshorn") direkt bis zur Haltestelle "Haus der Wannsee-Konferenz".

 

Treffpunkt und Beginn des Projekts ist 10:45 vor dem Eingang des Hauses der Wannseekonferenz. Die An- und Abreise gestalten die SchülerInnen selbst.


Kennzahl 23: Historische Schnitzeljagd durch Berlins Mitte

 

Klassenstufen:                     9-11

durchführende Lehrer:     Hr. Rüffert, Hr. Rochau

Ort:                                        Bezirk Berlin Mitte

Anzahl max.:                        25

 

Die Schüler*innen besuchen in Vierer-Gruppen aufgabengeleitet historische, touristische Orte Berlins, informieren sich zum Teil vor Ort zu geschichtlichen Aspekten und füllen dabei Stück für Stück ein Aufgabenblatt aus. Bei einem Spaziergang von ca. 3 km Länge bewegen sie sich gemütlich in etwa 2 Stunden bei hoffentlich schönem Wetter an frischer Luft und knipsen ein paar Fotos. Zur Motivationssteigerung erhalten die ersten, die mit ausgefülltem „Laufzettel“ das Ziel erreichen, einen kleinen Preis.

Kennzahl 24: Stadtspaziergang – Berlin als Erinnerungslandschaft

 

Klassenstufen:                     9-13

durchführende Lehrer:     Fr. Jürgens. Hr. Aydin

Ort:                                        Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Kosten:                                  3,80 € pro SuS, zu bezahlen bei Hr. Gerstenberg

Zeit:                                       Beginn 10:00

Anzahl max.:                        25

 

Bei diesem Spaziergang zu verschiedenen Denkmälern und Gedenkzeichen in der unmittelbaren Umgebung des Holocaust-Denkmals wird ein wichtiger Teil der vielfältigen Erinnerungslandschaft Berlins aufgezeigt. Die Referenten erläutern die jeweilige Entstehungsgeschichte und ermöglichen ein Austausch zur künstlerischen Gestaltung und Interpretation der Denkmäler und Gedenkorte.

Der Schwerpunkt liegt auf den vier von der Stiftung betreuten nationalen Denkmälern, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, es werden aber auch andere bedeutende Gedenkzeichen und -orte thematisiert (Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas und Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde.
Weitere Gedenkorte in der Umgebung sind unter anderem das Sowjetische Ehrenmal mit Soldatenfigur, die Weißen Kreuze zum Gedenken an die Todesopfer der Berliner Mauer.).

Mögliche Leitfragen, die je nach Interesse der Teilnehmer eine Rolle spielen können, sind:

  • Welche Aspekte des historischen Geschehens werden thematisiert?
  • Was sagen die einzelnen Denkmale über unsere Gegenwart aus?
  • Wem wird an dem Denkmal/Erinnerungsort gedacht und wem nicht?
  • Wer soll sich mit den einzelnen Denkmalen identifizieren können?
  • Wie sind die Denkmale gestaltet? (sprachlich – bildlich – rituell)
  • Welche Rollen spielen die Denkmale im Stadtraum?
  • Wie kann ich an den einzelnen Denkmalen aktiv werden?

Der Stadtspaziergang beginnt am Denkmal für die ermordeten Juden Europas.Die Referenten besprechen vor Beginn, welche Gedenkorte besucht werden.

Kennzahl 25: Menschenbilder – Hochzeitsbräuche in aller Welt

 

Klassenstufen:                     10

durchführende Lehrer:     Hr. Theus

Ort:                                        Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf, Kummerower Ring 44, 12619 Berlin (U5 Kienweg)

Beginn:                                  9:30-12:30

Kosten:                                  ca 4 € Materialkosten pro Person

Anzahl max.:                        10

 

Nach einer kurzen Einführung in die Streetart-Technik des Stencils, werden wir uns künstlerisch mitden Hochzeitsbräuchen in aller Welt auseinandersetzen. Dazu lassen wir uns von Fotos und Musikinspirieren und gestalten phantasievolle Porträts. Unsere Bilder werden wir mit CuttermessernausFotokarton schneiden und die dann entstandenen Schablonen (Stencils) auf geeignete Untergründesprayen.

Kennzahl 26: Die Rote Kapelle

 

Klassenstufen:                     10-13

durchführende Lehrer:     Hr. Bartusch

Ort:                                        Schule, B 203

Zeit:                                       Beginn 10:00

Anzahl max.:                        20

 

Gegenstand des Projektes "Die Rote Kapelle" ist der Dokumentarfilm "Die Rote Kapelle" von Stefan Roloff aus dem Jahr 2002, über den es heißt:

"Die Rote Kapelle, eine der größten deutschen Widerstandsgruppen im Dritten Reich, wurde zunächst von der Gestapo und in darauf folgenden Jahren von Geheimdiensten als kommunistisches Spionagenetz diskreditiert. Zum ersten Mal erzählen Überlebende ihre wahre Geschichte im Film, begleitet von einer nie zuvor gesehenen Animationstechnik."

Im Anschluss an den Film folgt eine kurze Diskussionsrunde.

Kennzahl 27: Der Soundtrack zum Krieg

 

Klassenstufen:                     10-13

durchführende Lehrer:     Fr. Hoff, Fr. Gorlatschov

helfende Schüler:               Kurs Musik 11.1

Ort:                                        Musikraum und Computerkabinett

Anzahl max.:                        15

 

Ziel des Projektes ist es die dunkle Seite der Musik zu erforschen, also ihre Rolle in Kriegen und Konflikten zu untersuchen.

Wie kann Musik zu Gewalt anstiften oder diese begleiten, welche Rolle spielt sie in der Propaganda und wie kann mit ihrer Hilfe Hass und Diskriminierung geschürt werden?

Wie in den sozialkritischen Texten der Lieder, die das Fehlen von Meinungsfreiheit, von Menschenrechten anprangern oder auch der Tatsache, dass die Macht in den Händen weniger ist.

Kennzahl 28: Verantwortung in der Wissenschaft – Auf den Spuren der Erfinder der Atombombe

 

Klassenstufen:                     10-13

durchführende Lehrer:     Fr. Mierschink, Fr. Morosov, Hr. Shah, Hr. Voigt

Ort:                                        Harnack-Haus, Ihnenstraße 16-20, 14195 Berlin

Zeit:                                       10 Uhr

Anzahl max.:                        40

 

Zum Todestag von Mildred Harnack, treffen wir uns vor dem Harnack-Haus in Berlin-Dahlem. Das Haus ist benannt nach dem Onkel von Arvid Harnack und im Foyer dieser Tagungsstätte für Wissenschaftler treffen wir neben den Harnacks auf zahlreiche große Köpfe jener Zeit: ganz in der Nähe haben die „Eltern der Atombombe“, Otto Hahn und Lise Meitner, den Grundstein zur Kernchemie gelegt. Und auch Fritz Haber, der „Vater des Gaskriegs“ hat hier sein Institut gegründet und jahrzehntelang geforscht.

Seine ersten Versuche auf dem Feld, bei dem zahlreiche Soldaten einen kläglichen Tod starben, haben seine Frau in den Selbstmord getrieben, ein Gedenkstein erinnert noch an sie. Wir erarbeiten uns gemeinsam, wie diese Leben zusammen hingen und besuchen die zahlreichen geschichtsträchtigen Orte, an denen weiterhin Forschung betrieben wird.

Welche Auswirkungen hatte die Grundlagenforschung für die beiden Weltkriege? Und was können wir heute daraus lernen? Welche Verantwortung trägt die Wissenschaft und war es den Forschern möglich zu erahnen, welche Auswirkungen ihre Erfindungen haben könnten? Diese und weitere Fragen hoffen wir an diesem Vormittag beantworten zu können.

Kennzahl 29: Stadtteilspaziergang zum Friedhof der Sozialisten

 

Klassenstufen:                     11-13

durchführende Lehrer:     Hr. Enderlein, Hr, Juraschek

Ort:                                        Friedhof der Sozialisten

Zeit:                                       Beginn nach Absprache mit durchführenden Lehrern

Anzahl max.:                        20

 

Die Gedenkstätte der Sozialisten ist eine Grab- und Gedenkstätte innerhalb des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin. Die 1951 offiziell eingeweihte Anlage diente zusammen mit der angrenzenden Gräberanlage Pergolenweg zu Zeiten der DDR als Ehrenfriedhof für Personen, die sich um die sozialistische Idee verdient gemacht hatten. Sie schließt an die Tradition des Friedhofs Friedrichsfelde als Begräbnisstätte der Arbeiterbewegung an, die im späten 19. Jahrhundert begann.

Die Exkursion widmet sich dem besonderen Gedenkort und versucht ihn in seinen verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Ebenen zu erschließen.

Kennzah 30: „KLK an PTX“ – Die Rote Kapelle in der DDR

 

Klassenstufen:                     11-13

durchführende Lehrer:     Fr. Hunger

Ort:                                        B 109

Anzahl max.:                        20

 

„KLK an PTX – Die Rote Kapelle“ ist ein 1970 entstandener Spielfilm der DEFA-Arbeitsgruppe „Berlin“.

„KLK an PTX“ war die erste filmische Behandlung der Widerstandsaktivitäten der Roten Kapelle; ein Jahr später folgte in der Bundesrepublik die ARD-Serie Die rote Kapelle, die sich auf den Widerstand in Belgien und Frankreich konzentrierte. Für die filmische Auseinandersetzung der DEFA mit dem Widerstand im Dritten Reich, in der bis dato der kommunistische Widerstand im Vordergrund stand, war KLK an PTX ein Novum, da hier ein breites Bündnis von Widerstandskämpfern unterschiedlicher Ideologien nachgezeichnet wurde.

In dem Projekt soll die Deutung der Widerstandsgruppe aus Sicht eines DDR-Spielfilms diskutiert und analysiert werden.

Kennzahl 31: Workshop in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

 

Klassenstufen:                     11-13

durchführende Lehrer:     Fr. Gruihn, Fr. Grotmann

Ort:                                        Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, Eingang über den Ehrenhof

Zeit:                                       Treffpunkt 9:30

Anzahl max.:                        20

 

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand befindet sich am historischen Ort des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 im ehemaligen Oberkommando des Heeres. Nach dem Scheitern des Umsturzes wurden im heutigen Ehrenhof noch in derselben Nacht Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitverschworenen erschossen. Seit 1953 ist der Ehrenhof ein Ort der Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Die Gedenkstätte will zeigen, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben.Die Darstellung von einzelnen Lebensschicksalen und der Entstehung von Netzwerken des Widerstands, von Motiven, Zielen und Aktionen der Menschen und Gruppen im Widerstand und schließlich der Reaktionen des nationalsozialistischen Staates auf die Herausforderung des Widerstands erschließt die unterschiedlichen und vielfältigen Dimensionen aller Bestrebungen, die sich gegen die nationalsozialistische Diktatur richteten.

Zunächst werden Vorstellungen von Geschlechterrollen im Nationalsozialismus benannt und im Licht neuerer Forschungen besprochen. Im Ausstellungsrundgang werden dann ausgewählte Beispiele von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgezeigt, hier wird auch auf die Rollenvielfalt im widerständigen Handeln von Frauen eingegangen. Es werden die individuellen Handlungsoptionen und die Widerstandsform von Mildred Harnack vorgestellt.

Kennzahl 32: Workshop im jüdischen Museum zum jüdischen Widerstand im Nationalsozialismus

 

Klassenstufen:                     11-13

durchführende Lehrer:     Hr. Klein

Ort:                                        Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Zeit:                                       10 Uhr Beginn der Führung; 9:30 Treffpunkt am Museum

Kosten:                                  3,- € pro Person

Anzahl max.:                        15

 

„Die Hauptsache, daß mein Traum verwirklicht ist. Ich habe es erlebt, eine Widerstandsaktion im Warschauer Getto. In ihrer ganzen Pracht und Größe.“ Dies schrieb Mordechai Anielewicz, Kommandeur der Jüdischen Kampforganisation, während des Aufstands im Warschauer Getto kurz vor seinem Tod an einen Freund.

Dieser Aufstand ist der bekannteste Akt jüdischen Widerstands in Europa. Daneben verblassten andere Formen der Auflehnung und Selbstbehauptung von Jüdinnen und Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Ihm gleichsam entgegengestellt wurde lange das Narrativ der jüdischen Massen, die passiv geblieben und "wie die Schafe zur Schlachtbank" gegangen seien.

Abgesehen davon, dass diese Wertung immer nur im Hinblick auf die jüdischen Verfolgten des NS-Regimes gemacht wurde: Die Frage, warum sich nicht mehr Juden zur Wehr gesetzt hätten, ignoriert die spezifischen Bedingungen, unter denen die ausgegrenzten, isolierten und geschwächten Juden handelten. Ihr liegt außerdem ein sehr enger Widerstandsbegriff zugrunde, der all diejenigen diskreditiert, die nicht mit Waffen gekämpft haben.

In den vergangenen Jahren hat sich die Wahrnehmung jüdischer Reaktionen auf Verfolgung und Vernichtung deutlich ausdifferenziert. Die Vielfalt von Handlungsweisen, die Forscherinnen und Forscher inzwischen auf Seiten der verfolgten Juden beschreiben, zeigt, dass von allgemeiner Passivität keine Rede sein kann. Gerade diese Vielfalt des Widerstandes soll Gegenstand des Workshops sein.

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